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  • KW 08/21

    Einkaufspreise Handel

    Brotweizen     185 €/tBraugerste     175 €/tFuttergerste   172 €/tKörnermais    200 €/tRaps             420 €/t
    Quelle: LBV

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  • Weizenkurse notieren weiter extrem fest

    Mit Veröffentlichung der neuesten USDA-Schätzung der Getreideernte 2020/21 am 09. Februar wurde die Explosion der Kurse zu Jahresbeginn weiter gestützt. Eine schwächere Erzeugung und vor allem ein exorbitanter Import von Getreide Chinas beflügeln die Entwicklungen. Lagen die Getreideimporte Chinas in den zurückliegenden Jahren bei rund 20 Mio. t, so sollen es in diesem Jahr mehr als 50 Mio.t sein. 

    Die Zahlen des USDA zeichnen für die Getreideernte 2020/21 inzwischen eine defizitäre Weltbilanz. Der Welt-Getreideerzeugung von 2.212 Mio.t steht ein Verbrauch von 2.210 Mio.t gegenüber. Die Endbestände sollen um gut 11 Mio.t auf 620 Mio.t fallen. Für Weizen skizziert das USDA allerdings noch immer eine leicht positive Bilanz. Mit einer Erzeugung von 773 Mio.t wird weiter davon ausgegangen, dass die Ernte 2020/21 die größte aller Zeiten wird. Der Weizenendbestand soll um 4 Mio.t auf 304 Mio.t anwachsen.

    Ein Hoch bei den Weizenkursen ist im 1. Quartal nicht unüblich. Dass  sich die Situation allerdings so explosionsartig entwickelt ist außergewöhnlich. Russischen Exportzölle stützen das Weltmarkt-Preisniveau praktisch im Verhältnis 1:1, so dass der Anstieg durchaus nachvollziehbar ist. Australien hingegen vermeldet eine Spitzenernte mit knapp 45 Mio.t. Diese Nachricht will sich aber am Weltmarkt nicht richtig auswirken. 

    Mit Blick auf die Vermarktung von Getreide aus dem Lager sollte darüber nachgedacht werden, die Chance zu nutzen. Auch wenn die Kurse durchaus noch etwas steigen könnten, so ist bei der aktuellen Versorgungslage doch zu befürchten, dass es genauso schnell wieder abwärtsgehen könnte. Vor diesem Hintergrund sollte auch eine Teilvermarktung der neuen Ernte erwogen werden.

    © Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

    Stand: 03.03.2021

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