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CoronaVO Saisonarbeit Landwirtschaft

10.09.2020
Informationen des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz 

Vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens hat das Ministerium für Soziales und Integration im Einvernehmen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die CoronaVO Saisonarbeit Landwirtschaft beschlossen.  

Nachfolgend erhalten sie Informationen über die Regelungen der Verordnung, die am 11. September 2020 in Kraft treten wird, sowie das Verständnis und die Auslegung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. 

Die Verordnung sieht ab dem 18. September 2020 eine Testpflicht vor der erstmaligen Tätigkeitsaufnahme aller Neubeschäftigen (§ 4 Absatz 2 Satz 1 i. V. m § 11 Absatz 2), sowie eine Testpflicht für alle bereits Beschäftigten, die bis 14 Tage vor Inkrafttreten der Testpflicht, d. h. am 4. September 2020 oder später die Tätigkeit aufgenommen haben (§ 4 Absatz 2 Satz 2 i. V. m § 11 Absatz 2), vor. Diese Testpflicht gilt nur für landwirtschaftliche Betriebe, in welchen mehr als zehn Saisonarbeitskräfte beschäftigt werden. Eine entsprechende Testung in Betrieben mit weniger als zehn Saisonarbeitskräften wird empfohlen.  

Für das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sind damit saisonale Arbeitskräfte gemeint, die zu diesem Zweck mehrwöchig ununterbrochen in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Baden-Württemberg beschäftigt sind. Demnach gelten Hilfskräfte aus der Familie, der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis nicht als Beschäftigte bzw. Saisonarbeitskräfte im Sinne der CoronaVO Saisonarbeitskräfte Landwirtschaft.  

Das örtliche Gesundheitsamt kann weiter auf Antrag des für den landwirtschaftlichen Betrieb Verantwortlichen Ausnahmen von der Testpflicht für Beschäftigte eines Arbeitsbereichs gewähren, wenn die tatsächliche Umsetzung eines spezifischen Hygienekonzepts nachgewiesen wird, das es erlaubt, von der Pflicht zur Testung abzuweichen.  

Um den landwirtschaftlichen Betrieben und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen bestmöglichen Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus zu gewährleisten, sieht die CoronaVO Saisonarbeit Landwirtschaft des Weiteren eine grundsätzliche Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in jeder Betriebsstätte vor, mit Ausnahme außerhalb geschlossener Räume. Die Wohnstätte der Beschäftigten zählt dabei nicht zur Betriebsstätte. Die Vorgaben zur Mund-Nasen-Bedeckung sind daher dort nicht relevant.  

Der Einsatz von ausländischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft ist in Baden-Württemberg von besonderer Bedeutung, um die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln sicherzustellen. In der Corona-Pandemie ist es bislang sehr gut gelungen, größere Infektionsgeschehen auf landwirtschaftlichen Betrieben zu verhindern und die Versorgung der Bevölkerung mit baden-württembergischen Produkten sicherzustellen.

Die CoronaVO Saisonarbeit Landwirtschaft finden Sie hier.

Aktuelles zur Düngeverordnung

07.05.2020
Am 01. Mai 2020 sind die verschärften Regeln nach der neuen Düngeverordnung in Kraft getreten. Auch wenn ein Großteil der Maßnahmen erst ab 2021 umgesetzt werden muss gelten auch schon jetzt einige Regelungen. Aktuell ist insbesondere Folgendes zu beachten.
Der Nährstoffvergleich für das Jahr 2020 wurde gestrichen. Ersatzweise müssen nun für jeden Schlag bzw. jede Bewirtschaftungseinheit die Düngungsmaßnahmen dokumentiert werden. Dies kann vorerst formlos (z. B. handschriftlich) erfolgen.
Der Betriebsinhaber hat seit 01. Mai spätestens zwei Tage nach jeder Düngemaßnahme folgende Angaben aufzuzeichnen:
- eindeutige Bezeichnung des Schlages mit Größenangabe,
- Art und Menge des aufgebrachten Düngemittels,
- die aufgebrachte Menge an Gesamtstickstoff und Phosphat, sowie bei organischen
  Düngemitteln neben der Menge an Gesamtstickstoff auch die Menge an
  verfügbarem Stickstoff.
Ausgenommen von der Aufzeichnungspflicht sind Betriebe, die
- weniger als 15 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaften,
- einen jährlichen Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdüngern von tierischer Herkunft von weniger
  als 750 kg Stickstoff je Betrieb aufweisen
- und keine Wirtschaftsdünger oder Gärrückstände aufnehmen.
Hier finden Sie das Merkblatt zur Aufzeichnung der Düngung (Mai 2020). Die Vorlage auf Seite 2 können Sie zur Aufzeichnung Ihrer Düngemaßnahmen verwenden.
Bei Fragen wenden Sie sich an das Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Fachdienst Landwirtschaft an Frau Kast (0731/185-3170), Herrn Mieger (-3093) oder Herrn Schick (‑3123).

SAPOS® ist ab sofort für jedermann entgeltfrei verfügbar

31.03.2020
Open SAPOS® schafft wichtige Grundlage für die Präzisionslandwirtschaft und die Digitalisierung.
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Veranstaltungskalender 2019/2020

22.10.2019
Den Veranstaltungskalender für das Winterhalbjahr 2019/2020 finden Sie hier.

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