Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzenschutzmeldung 7/2019

Datum: 29.04.2019


Wintergerste

Bei der Wintergerste schiebt vielerorts das Fahnenblatt. Zum Zeitpunkt der Abschlussbehandlung sollten die Grannen spitzen.

Bei der Mittelwahl ist dringend auf eine sichere Ramulariawirkung zu achten. Um einer Resistenzbildung vorzubeugen sind Kombinationen mit dem Wirkstoff Chlortalonil (Amistar opti) empfehlenswert. Credo darf dieses Jahr nicht mehr angewendet werden.

Die Genehmigung von dem Wirkstoff Chlorthalonil wurde leider nicht erneuert. Restmengen können voraussichtlich noch bis 2020 aufgebraucht werden.


Winterraps

Eine Entscheidung über eine Fungizidmaßnahme gegen Sklerotinia sollte genau abgewogen werden. Enge Rapsfruchtfolgen, Wärme und wechselfeuchte Witterung fördern die Infektion.

Bitte achten Sie bei der Blütenbehandlung im Raps auf den Bienenschutz! Insektizide sollten grundsätzlich nach dem täglichen Bienenflug ausgebracht werden!

Neue Auflagen zum Bienenschutz:

Biscaya und Calypso (Wirkstoff Thiacloprid) werden in Mischungen mit Azolfungiziden grundsätzlich zu B1 (Bienengefährlich! Keine Anwendung in blühenden Beständen!) Ausnahmen sind in der Gebrauchsanleitung des Fungizids formuliert: Mischungen mit den Mitteln Propulse, Proline und Curbatur bleiben B4.


Winterweizen

Der Winterweizen befindet sich, je nach Lage, im Entwicklungsstadium 31. Bei gestressten und entwicklungsverzögerten Beständen sollten Wachstumsregler vorsichtig dosiert werden.

Septoria tritici benötigt zur Ausbreitung eine Blattnässedauer von mehreren Stunden. Die vergangenen Niederschläge haben hierfür nicht ausgereicht. Nach dem aktuellen Stand muss Septoria bisher noch nicht bekämpft werden. Der kalte Winter lässt hoffen, dass dieses Jahr Gelbrostinfektionen, wieder eine geringe Rolle spielen werden. Kontrollieren Sie jedoch regelmäßig Ihre Bestände, besonders bei den anfälligen Sorten JB Asano, Akteur, Edward und Meister.






Fußleiste