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Pflanzenschutzmeldung 6/2019

Datum: 11.04.2019

Wintergerste

Die Wintergerste befindet sich, je nach Lage, im Entwicklungsstadium 29/30 (Ende Bestockung/Beginn des Schossens). Die kühleren Temperaturen bremsen das Wachstum nochmals etwas aus.

Zur Einkürzung der Wintergerste im Ein- bis Zweiknoten-Stadium (EC 31/32) stehen u. a. unterschiedliche Produkte mit dem Wirkstoff Trinexapac (Moddus, Moxa, Flexa, Countdown, Calma, Modan, Moddevo etc.), Medax Top und Prodax (Mischung aus Trinexapac (Moddus) und Prohexadion (Wirkstoff aus Medax Top)) zur Verfügung.
Für eine gute Wirkung sind sonniges Wetter und Temperaturen über 12 °C notwendig. Bei Nachtfrostgefahr bitte keine Wachstumsregler einsetzen! Die Aufwandmenge des Wachstumsreglers richtet sich u. a. nach dem verfügbaren Wasservorrat, der Bestandesdichte, den Sorteneigenschaften, der Witterung und der Stickstoffnachlieferung des Standorts. In Tankmischungen mit Azolfungiziden kann die Aufwandmenge reduziert werden.
Für einen frühen Einsatz (ab EC 21) ist das CCC-Mittel Manipulator zugelassen.

Die Bestände sind bis jetzt Großteils frei von Pilzkrankheiten. Doppelbehandlungen waren seither in der Gerste selten wirtschaftlich. Soll dennoch eine Fungizidvorlage erfolgen, dann nur mit Carboxamid-freien Produkten (Input classic, Cirkon, Gladio …).

Eine Einfachbehandlung hat zum Ziel, den oberen Blattapparat und die Grannen zu schützen. Hierzu sollte das Fahnenblatt bereits erschienen sein (ab EC 39). Bei der Mittelwahl ist auf eine sichere Ramulariawirkung zu achten. Um einer Resistenzbildung vorzubeugen sind Kombinationen mit dem Wirkstoff Chlortalonil (Amistar opti) empfehlenswert. Credo darf dieses Jahr nicht mehr angewendet werden.





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